Web-Analyse und Site-Statistik mit Piwik

Posted On 25. Oktober 2016

piwik VorschauDas freie Webanalyse-Tool Piwik erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei deutschen Webmastern. Die Google- Analytics-Alternative ermöglicht Besucher-Tracking und Analyse der Seitenzugriffe samt Statistiken, ohne Datenschutz und Privatsphäre komplett auszuhebeln. Ein weiteres Plus der Open-Source-Software sind die Plugins, mit denen sich der Funktionsumfang erweitern lässt. Schauen wir uns einmal genauer an, wie sie funktionieren und was mit ihnen möglich ist.

Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten

Zunächst einmal müssen Sie wissen, dass Piwik alle Tracking- und Analysedaten in einer Datenbank speichert. Wann immer ein Besucher eine Seite aufruft, sammelt die Software Informationen wie IP-Adresse, aufgerufene URL, Browser-Eigenschaften, E-Commerce-Parameter und weiteres. Während des Sammelns ruft Piwik verschiedene Funktionen auf und löst Ereignisse aus. Plugins können die Funktionen überschreiben und sich über bestimmte Ereignisse benachrichtigen lassen. Beispielsweise informiert der Tracker eine Erweiterung, wenn er einen neuen Besucher entdeckt hat. Indem das Plugin die Funktion für das Speichern der Besucherinformationen überschreibt, kann es zusätzliche Daten zur Datenbank hinzufügen. Wie alle PHP-Skripte habe die Plugins Zugriff auf die globale „$_SERVER“-Variable. Aus ihr können sie alle HTTP-Header auslesen, selbst diejenigen, die Piwik nicht analysiert.

Des Weiteren haben Plugins die Möglichkeit in die Analyse einzugreifen. Dadurch sind individuell angepasste und zielgerichtete Analysen Ihrer Website möglich. Zum Beispiel kann ein Webshop-Plugin eine genaue Statistik erstellen, welche Produkte zur Weihachtzeit besonders gefragt sind. Klickpfade lassen sich analysieren, um die Site-Struktur zu optimieren und häufig zusammen gekaufte Produkte ausfindig zu machen. Für die so gesammelten Daten und Statistiken erstellen die Erweiterungen spezifische Berichte in Tabellenform, als Graphen oder in einer anderen Darstellungsweise. Ebenso lassen sich mit den Plugins weitere Speicherformate hinzufügen. XML- oder JSON-Plugins ermöglichen den Export in zusätzliche Programme oder andere Dienste, um weitergehende Analysen vorzunehmen.

Bezugsquellen und Installation

Die offizielle Bezugsquelle für die Plugins ist der Piwik-Marketplace. Dort finden sich bereits über 60 kostenlose Plugins für LDAP-Authentifizierung, AdWords-Einbindung, GeoIP-Lokalisierung, erweiterte Webshop- und eCommerce-Statistik, Klickpfad-Analyse und vieles mehr. Über das kostenpflichtige Pwiki-PRO-Angebot sind weitere professionell gepflegte Erweiterungen verfügbar.

Die Plugins sind üblicherweise als ZIP-Archive verpackt und lassen sich auf zwei Arten installieren. Erweiterungen vom Marketplace sind direkt über die Piwik-Administrationsseite installierbar. Plugins von anderen Quellen laden Sie zunächst auf Ihren Server hoch und installieren sie dann ebenfalls über die Administrationsseite.

Schlusswort

Sie sehen, mit den Plugins lässt sich Piwik an die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Website anpassen. Wenn Sie sich in der PHP-Programmierung auskennen, können Sie selbstverständlich auch eigene Plugins schreiben. Dadurch wird Piwik zu Ihrem ganz persönlichen Werkzeug für Web-Analyse und Site-Statistik.

Viel Erfolg!

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In diesem Blog finden Sie auch Anleitungen und ein Handbuch zu PIWIK. Schauen Sie hier

 

Written by Oliver

Als gelernter Linux-Systemadministrator bin ich nach einigen Jahren der Shell-Programmierung zur Script-Sprache PHP gekommen. Mittlerweile betreibe ich im Nebenerwerb eine kleine Webagentur und versuche in diesem Blog nützliche Tipps und Tricks zum Webdesign, Tools und PHP in unregelmäßigen Abständen zu veröffentlichen. Aktuell verdiene ich meine Brötchen als Windows-Systemadministrator und Projektleiter.

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